Karriere

Aufgrund der engen und ständig noch zunehmenden Ver­flechtung der Chemie mit anderen wissenschaftlichen und technischen Disziplinen hat sich das Berufsfeld des Chemikers in den letzten Jahren stark gewandelt und erweitert und das Stellen­spektrum für Chemikerinnen und Chemiker entsprechend erheblich verbreitert.

Grundsätzlich ist der Bachelorabschluss bereits berufsbefähigend, die meisten Absolventen schließen allerdings ein Masterstudium an, da Absolventinnen und Absolventen mit Bachelor im Beruf mit Absolventen nicht-akademischer Ausbildungsabschlüsse (z.B. CTA, Chemielaborant, Chemie-Techniker) um Positionen konkurrieren, für die eine wissenschaftliche akademische Ausbildung nicht zwingend erforderlich ist. Die zukünftige Entwicklung wird zeigen, inwieweit sich potentielle Arbeitgeber speziell auf ein Bachelorangebot in Chemie einstellen.

Junge Chemikerinnen und Chemiker erhielten ihre erste Anstellung in den verschiedensten Bereichen sowohl der chemischen als auch der nicht-chemischen Industrie, also etwa im Handel, in Forschung und Entwicklung, in der Produktion, im Marketing und im Verkauf, im Management, in der Unternehmensberatung sowie im Bank- und Versicherungswesen. Darüber hinaus arbeiten Chemiker auch in staatlichen und privaten Untersuchungsanstalten, im Patentwesen oder in Umweltschutzbehörden auf lokaler wie auch auf Landes- und Bundesebene. Große Unternehmen bieten zur Einarbeitung ein- bis zweijährige Trainee-Programme an.

Für Labor- und Projektleiterfunktionen in der industriellen Forschung wird in der Regel eine weitere wissenschaftliche Qualifikation durch eine Promotion erwartet. Ca. 90% der Master-Absolventinnen und Absolventen beginnen eine Promotion. In Zukunft wird Chemikern ein eher noch breiteres Berufsfeld zur Verfügung stehen, womit die Berufsaussichten als vergleichsweise gut zu bezeichnen sind.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Gesellschaft Deutscher Chemiker.