Arbeitsgruppe Hartig

Chemische und Synthetische Biologie der Nukleinsäuren

Wir entwickeln einfachere und präzisere Genschalter: Sie kommen ohne Transkriptionsfaktoren aus, denn sie sind Teil der proteinkodierenden RNA.
Prof. Dr. Jörg Hartig

Nukleinsäuren von ihrer ungewöhnlichen Seite

Die ungewöhnlichen Formen sind bei Legosteinen häufig die interessantesten: Schließlich machen sie es möglich, neue Konstruktionen zu denken und bisher unzugängliche  Funktionen einzubauen. Bei den molekularen Bausteinen der Natur verhält es sich nicht anders: Auch Nukleinsäuren können ungewöhnliche Strukturen und Funktionen mit besonderen Eigenschaften einnehmen, darunter Gen-Schalter, die durch Metabolite kontrolliert werden.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Hartig erforscht ungewöhnliche Strukturen und Eigenschaften von Nukleinsäuren, insbesondere katalytisch aktive RNA-Motive (Ribozyme) und so genannte Riboschalter. „In der Natur haben sich RNAs entwickelt, die spezifisch an kleine Stoffwechselprodukte binden und so die Ausprägung genetischer Information regulieren“, schildert Jörg Hartig. „Darauf aufbauend konstruieren wir künstliche, RNA-basierte Gen-Schalter, die eine Re-Programmierung natürlicher biologischer Systeme ermöglichen.“ Unter anderem gelang es seiner Arbeitsgruppe, einen RNA-basierten Genschalter zur Steuerung von onkolytischen Viren zu entwickeln. Für seine Arbeiten zu Riboschaltern hat Jörg Hartig 2015 einen ERC Consolidator-Antrag bewilligt bekommen.

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