Studium Bachelor Life Science nach PO 2023

Zwei Studierende arbeiten an einer Destillation
Zwei Studierende arbeiten an einer Destillation

Der Bachelorstudiengang Life Science

Studierende, die ihr Studium zum Wintersemester 2023/24 oder später aufnehmen, studieren nach einer neuen Prüfungsordnung (PO) von 2023.

Das Lehrangebot des grundständigen Bachelorstudiums erstreckt sich über sechs Semester.
Der Studiengang Life Science ist in verschiedene Bereiche gegliedert. Der Basisbereich umfasst grundlegende Pflicht- und Wahlpflichtmodule aus den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik im Umfang von 112 ECTS-Credits (Module1-11). Der Vertiefungsbereich beinhaltet Pflicht- und Wahlpflichtmodule im Umfang von 42 ECTS-Credits (Module 12-16). Im Studium werden überfachliche Qualifikationen (Modul 17) im Umfang von 6 ECTS-Credits vermittelt.
Das Abschlussmodul (20 ECTS-Credits) besteht aus der Bachelorarbeit, einer Präsentation der Bachelorarbeit und dem Teilmodul Wissenschaftliches Arbeiten.

Die Prüfungen des Bachelorstudiums werden dabei studienbegleitend in Form von Klausuren abgelegt.

Die folgende Übersicht zeigt die Aufteilung der Themen auf die einzelnen Semester des Bachelorstudiengangs.


Studienplan

Mathematik für Life Science I (6 ECTS)

Physik (7 ECTS)

Allgemeine Chemie (6 ECTS)

Praktikum Anorganisch-Analytische Chemie für Life Science (7 ECTS)

Zellbiologie I (3 ECTS)

Genetik I (3 ECTS)

Molekülchemie der Hauptgruppenelemente (4 ECTS)

Humanbiologie (3 ECTS)

Quantenchemie (7 ECTS) 

Mathematik für Life Science II (4 ECTS)

Organische Verbindungen (7 ECTS)

Genetik II (3 ECTS)

Grundlegende Organische Reaktionen (3 ECTS)

Grundpraktikum Organische Chemie (8 ECTS)

Thermodynamik (4 ECTS)

Spektroskopie für Life Science (3 ECTS)

Wahlpflichtmodul Bioorganische Chemie und Biochemie* (5 ECTS)

Wahlpflichtmodul Aspekte der Biologie** (3 ECTS)

Schlüsselqualifikation (3 ECTS)

Praktikum Physikalische Chemie für Life Science (6 ECTS) 

Pharmakologie und Toxikologie I (3 ECTS) 

Molekulare Zellbiologie (3 ECTS)

Mikrobiologie (3 ECTS)

Molekularbiologisch-Biochemisches Praktikum (8 ECTS)

Wahlpflichtmodul Bioorganische Chemie und Biochemie* ((3 ECTS)

Wahlpflichtmodul Aspekte der Biologie** (3 ECTS)

Stereoselektive Organische Reaktionen (3 ECTS)

Mikrobiologie für Life Science (4 ECTS)

Praktikum Mikrobiologie (5 ECTS)

Pflanzenphysiologie für Life Science (4 ECTS)

Praktikum Pflanzenphysiologie (5 ECTS)

Tierphysiologie für Life Science (4 ECTS)

Praktikum Tierphysiologie (5 ECTS)

Bioinformatik (3 ECTS)

Reaktionsmechanismen oder Heterocyclen und Naturstoffe (3 ECTS)

Praktikum Synthesechemie für Life Science (6 ECTS)

Wissenschaftliches Arbeiten (4 ECTS)

Präsentation Bachelorarbeit (4 ECTS)

Bachelorarbeit (12 ECTS)

* Wahlpflichtmodul Bioorganische Chemie und Biochemie

Wahlmöglichkeit:
- Teilmodule 10.1 - Bioorganik / NMR und 10.2 - Biochemie (FB Chemie)
oder
- Teilmodule 10.4 - Biochemie 1 (FB Biologie) und 10.5 - Biochemie 2 (FB Biologie)  

** Wahlpflichtmodul Aspekte der Biologie

11.1 Entwicklungsbiologie (3 ECTS)
- 11.2 Ökotoxikologie (3 ECTS)
- 11.3 Chemische Ökologie (3 ECTS)
- 11.4 Bau und Funktion der Pflanzen (4 ECTS)
- 11.5 Evolution (3 ECTS)
- 11.6 Ökologie (3 ECTS)
- 11.7 Biostatistik (3 ECTS)
- 11.8 Immunologie (3 ECTS)
- 11.9 Organisationsformen des Tierreichs (4 ECTS)

Modulübersicht des Bachelorstudiengangs Life Science:

  Grundlegende Module                                                   ECTS
1. Mathematik 10
2. Physik   7
3. Molekularbiologische Grundlagen für Life Science 1   6
4. Allgemeine und Anorganische Chemie 17
5. Einführung in die Medizin   3
6. Physikalische Chemie für Life Science 1 11
7. Grundlagen der Organischen Chemie 18
8. Physikalische Chemie für Life Science 2   9
9. Molekularbiologische Grundlagen für Life Science 2   9
10. Bioorganische Chemie und Biochemie 16
11. Aspekte der Biologie   6
  Vertiefende Module                                                              ECTS
12. Mikrobiologie für Life Science   9
13. Pflanzenphysiologie für Life Science   9
14. Tierphysiologie für Life Science   9
15.  Bioinformatik   3
16. Fortgeschrittene Organische Chemie 12
17. Überfachliche Qualifikationen   6
  Bachelorarbeit                                                                      ECTS
18. Abschlussmodul 20

Die Themen teilen sich neben allgemeinen Grundlagen (Module 1 und 2) zu etwa gleichen Teilen auf die Gebiete Biologie und Chemie auf, wobei eine eindeutige Zuordnung nicht in jedem Fall möglich ist, da z. B. die Veranstaltung der Biochemie im Wahlpflichtmodul 10 sowohl von Lehrenden aus der Biologie als auch aus der Chemie betreut wird. Ein Studienanteil von 3 ECTS-Credits steht den Studierenden für den Besuch von Veranstaltungen zum Erwerb von überfachlichen Qualifikationen (Modul 17) aus dem Bereich der Schlüsselqualifikationen zur freien Wahl.

Studienbegleitend werden in den ersten Semestern Tutorien angeboten, in welchen Studierende höherer Semester Hilfestellung bei der Nachbereitung des Vorlesungsstoffes und beim Lösen von Übungsaufgaben geben. 

Die chemischen Ausbildungsteile des straff organisierten Studiengangs umfassen Allgemeine und Anorganische Chemie sowie Physikalische Chemie und setzen einen speziellen Schwerpunkt in der Organischen Chemie, die eine gründliche praktische Ausbildung in Organischer Synthese einschließt. Als Brückenfach zwischen Chemie und Biologie kommt der Biochemie besondere Bedeutung zu. Die mit der chemischen Ausbildung verzahnten biologischen Ausbildungsteile umfassen Zoologie, Botanik, Zellbiologie, Genetik, Immunologie, Toxikologie, Pharmakologie, Biophysik, Bioinformatik und eine Einführung in die Medizin. Ein biologisches Schwerpunktsemester in Form von drei jeweils über vier Wochen laufenden, ganztägig organisierten Kompaktkursen ist den Gebieten Mikrobiologie, Tier- und Pflanzenphysiologie gewidmet. Der Studiengang wird mit einer ca. dreimonatigen Bachelorarbeit mit anschließender Präsentation abgeschlossen. Die Bachelorarbeit soll zeigen, dass die Studierenden dazu in der Lage sind, die erlernten Methoden in einem überschaubaren wissenschaftlichen Projekt systematisch anzuwenden und an einem Forschungsprojekt mitzuarbeiten. Die Ergebnisse sind in einem wissenschaftlichen Bericht darzustellen.

Freischussregelung

Als Möglichkeit zur Verbesserung der Noten wurde die Freischussregelung eingeführt. Die Studierenden erhalten dabei die einmalige Möglichkeit, eine bestandene Klausur zu wiederholen, sofern sie das erste Mal zum frühest möglichen Zeitpunkt, den der Studienplan vorsieht, geschrieben wurde und alle im Studienplan bis zum vorhergehenden Semester vorgesehenen Klausuren bereits erfolgreich abgelegt wurden. Gewertet wird die bessere Note der beiden Klausurergebnisse. Die Wiederholung einer bestandenen Klausur ist nur innerhalb der Regelstudienzeit von 6 Semestern möglich.