Arbeitsgruppe Polarz

Funktionale anorganische Materialien

Eine präzise geometrische Anordnung auf der Nanoskala lässt chemische Funktionseinheiten nicht nur zusammenwirken, sondern kann dem System vollkommen neue Eigenschaften geben.
Prof. Dr. Sebastian Polarz

Wenn 1+1 mehr ist als 2

Eine geschickte Architektur vermag es durch ein gekonntes Zusammenspiel der Bestandteile, dass ein Haus weit mehr ist als „Stein und Mörtel“. In der Chemie und den Materialwissenschaften ist das nicht anders. Über die Anwendung von Prinzipien der Architektonik auf der Nanoskala sucht die AG Polarz gezielt nach kooperativen und systemischen Effekten im Bereich von Funktionsmaterialien. Die unterschiedlichen Komponenten eines Systems sollen im Idealfall so zusammenwirken, dass sich mehr als eine bloße Kombination der Eigenschaften ergibt, sondern neue Charakteristika, die keine der Einzelkomponenten für sich aufweist. Der hierarchische Aufbau komplexer Materialien und somit die präzise geometrische Anordnung von zusammenwirkenden Funktionseinheiten ist der Schlüssel, dieses Ziel zu erreichen.

Die Forschung in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Sebastian Polarz umfasst anorganische, organische wie auch Hybrid-Materialien, unter anderem im Bereich der Halbleiter und der Katalyse neuer Energieträger. Für die Erforschung einer neuen Klasse von Tensidsystemen mit metallhaltigen Kopfgruppen erhielt er 2014 einen ERC Consolidator Grant.

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