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Warum Molekulare Materialwissenschaften studieren?

Bereits heute spielen moderne Materialien im Alltag von Jedermann eine enorme, nicht mehr wegzudenkende Rolle. Selbst hinter vermeintlich einfachen Produkten steckt eine komplexe, chemische Materialtechnologie. Denken wir an Kontaktlinsen, in denen organisch-anorganische Polymere trotz des geringen Gewichts, hoher Flexibilität und Biokompatibilität das Licht ausreichend genug brechen, um scharf sehen zu können. Beispiele sind Katalysatoren für Abgase, die es ermöglichen, dass selbst in unseren Großstädten mit tausenden von Autos die Luft von hoher Qualität ist. Der Röhrenfernseher wird durch Flachdisplays ersetzt. In (LCD-) bzw. Flüssigkristalldisplays werden die gewünschten optischen Eigenschaften durch eine durch elektrische Felder induzierte Umorientierung von molekularen Strukturen erzielt. Die Aufzählung von alternativen aber nicht weniger bedeutsamen Beispielen ließe sich praktisch unbegrenzt fortsetzen.
Es wird deutlich, dass die Grundzusammenhänge bei dem überwiegenden Anteil von Materialien, die im Alltag verwendet werden, oder auch solchen, die in technisch wichtigen Prozessen eine Rolle spielen, auf der chemischen Natur der Materie basieren. Deshalb sprechen wir von Molekularen Materialwissenschaften.
Die Bedeutung von chemischen Materialien wird in der Zukunft in allen modernen Industrienationen weiter zunehmen, besonders aus dem Blickwinkel einer globalisierten Welt. Das Wissen über die Herstellung, Aufbau und Funktion von molekularen Materialien ist ein aussichtsreiches Gebiet, welches bereits jetzt stark nachgefragt ist und in der Zukunft noch begehrter sein wird.

Ziele des Studiengangs

Ziel des Studiengangs ist es, eine solide und anspruchsvolle wissenschaftliche Ausbildung zu vermitteln, mit der eine besondere Kompetenz auf dem Gebiet der Molekularen Materialwissenschaften erworben wird und die in Chemie auf soliden fachlichen Grundlagen aufbaut. Die Absolventen dieses Studiengangs sollen ein für die moderne materialwissenschaftliche Forschung einschlägiges Qualifikationsprofil erwerben und, falls sie eine weitere wissenschaftliche Vertiefung anstreben, gleichermaßen befähigt sein, die Optionen für eine Promotion in Richtung 'Molekularer Materialwissenschaften' orientierten Gebietes der Chemie oder Physik wahrzunehmen.

Der Studiengang

Der Studiengang Molekulare Materialwissenschaften wurde im Wintersemester 2009/2010 erstmals in Form einer Pilotphase am Fachbereich Chemie angeboten.
Durch die finanzielle Förderung im Rahmen des Programms "Hochschule 2012" der Baden-Württembergischen Landesregierung kann der Studiengang seit dem Wintersemester 2010/2011 regulär angeboten werden.

Studienverlauf

Im 6-semestrigen Bachelorstudium erhalten Sie zunächst eine grundlegende Ausbildung im Bereich der Chemie, in die ab dem 4. Semester mehr und mehr Inhalte aus dem Bereich der chemischen Materialwissenschaften integriert werden. Am Ende des Bachelorstudiums erhalten Sie den akademischen Abschluss Bachelor of Science (BSc). In der Regel schließt sich dem Bachelorstudium ein 4-semestriges Masterstudium an, das die Studierenden an Forschungsthemen heranführt. Das Masterstudium wird mit dem akademischen Titel "Master of Science" (MSc) abgeschlossen.

Bewerbung

Alle Informationen zur Bewerbung sowie die nötigen Bewerbungsunterlagen erhalten Sie im Internet unter:

www.uni-konstanz.de/studium/bewerbung

Die Zahl der Studienplätze ist auf 25 beschränkt.
Bachelorstudiengang: Zulassung nur zum Wintersemester, Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.
Masterstudiengang: Zulassung sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester möglich. Bewerbungsschluss für das Wintersemester ist der 15. Juli, Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist der 15. Januar.